ERLkönig

ERLebnisse, ERLerntes, ERLesenes

Plädoyer für die Ferne

Meine letzter Ausflug hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig das Reisen für den eigenen Horizont, für Begegnung und für das Er – Leben fremder Kulturen und Menschen ist. Man sollte alles unternehmen, dies auch seinen Kindern schon in frühen Jahren zu eröffnen!

Einschränkungen können jedoch nicht nur in der finanziellen Möglichkeit liegen, sondern weitaus mehr in der Angst. Die Angst vor dem Unbekannten, die Angst vor Gefahr und Risiko können Grund genug sein, der eingewohnte Umgebung nicht den Rücken kehren zu wollen sondern sich primär nur auf das zu verlassen, was bekannt und erprobt ist.

So möchte ich insbesondere meine Kinder – gerade weil sie noch agil, flexibel und kräftig genug sind – immer wieder ermutigen, sich unbedingt die Welt anzuschauen und mit ihr und durch sie Erfahrungen zu machen, die sie festigen wie auch bereichern. Nicht immer werden dies sog. „gute“ Erfahrungen sein, aber selbst diese sind wichtig für die persönliche Entwicklung.

Es gibt kein besseres Investment als Reisen!!! Reisen ist Leben!!!

Kein Grundbesitz auf Mallorca, kein Porsche vor der Villa, kein gestopftes Aktiendepot bei einer Privatbank kann ersetzt werden durch die Erlebnisse einer Reise in die nahe und weite Welt!

Wie sagte schon Hermann Hesse in seinem frühen und für mich besten Werk „STUFEN“ u.a.:

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns leben hilft.

Wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

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1 Kommentar»

  Maria wrote @

Wolfgang, jetzt wirds mir langsam unheimlich. Wir ticken in unserem Geschmack wirklich sehr ähnlich. Hermann Hesses „Stufen“ ist das Leitgedicht meines Lebens…
daneben die Worte Charlie Chaplins, geschrieben zu seinem 70. Geburtstag:

Selbstliebe

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiss ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiss ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiss ich: Das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spass und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiss ich: Das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiss ich: Das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: Das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander, und es entstehen neue Welten.
Heute weiss ich: DAS IST DAS LEBEN.

Charles Chaplin (1889 – 1977)
am 16. April 1959 zu seinem 70. Geburtstag


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