ERLkönig

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Archiv für November, 2007

Ratatouille

Wirklich wahn-witzig dieser Animationsfilm! Eine grossartige Arbeit! Ratten mit menschlichen Zügen, künstliche wie kunstvolle Geschöpfe mit ausdrucksstarker Mimik zu Charakterdarstellern mutierend, witzige Handlung mit Happy End.

Wer Situationskomik liebt, muss sich diesen Film unbedingt anschauen!

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Handlung: runde Story; menschliche Schwächen durch Ratten in Szene gesetzt!

Unterhaltungswert: WAHN – WITZIGE, geballte Situationskomik!

Schauspieler: perfekte Animation!

Kamera/Filmtechnik: perfekt!

Szenenbild: artificial & unbelievable!Regie: sehr einfühlsam!

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Frauen und Einparken …

Zur Ehrenrettung der Frau … 

Fantastische Eisberge auf fantastischer website …

Diese Fotos von Camille Seaman aus dem Eis sind einmalig schön, das Design (Foliolink) dieser website nicht minder!   eis.jpg 

Die Gruft Deutschen Humors vs. „Neues aus der Anstalt“

Bei der letzten Ausgabe von „Neues aus der Anstalt“ fiel mir wieder ein, warum ich die Flimmerkiste nicht schon längst durch das geschlossene Fenster geschleudert habe.
Ja , es ist erschreckend, was einem – abgesehen von ein paar wenigen informativen Beiträgen auf speziellen Kanälen – geboten wird. Vor allem auf dem Sektor HUMOR ist im Deutschen Fernsehen nur noch Kaltschale angesagt.

Verzweifelt blödeln Kandidaten wie Prolli-Pocher, Locken-Atze, Chauvi-Speckbacke Mensch Manfred auf flachstem Niveau um die Gunst des Zappers: Tiefgang wie ein mit Kiel oben auf dem Watt liegender Schlickrutscher. Selbst Anke Engelke mit ihrem Ladykracher verkommt zur abgefrackten Humor-Schlampe, dass es bei mir nur noch dann kracht, wenn meine Weinflasche sich – vorher geleert – ins Zentrum der Bildröhre bohrt …

Vermissen tut man schmerzlich die wahren Könner wie den geistreichen Loriot oder den leider verstorbenen Zyniker Diether Krebs: wahre Könner und Charakterdarsteller erster Kategorie!Hildebrandt macht sich rar, vom Münchner Bühnen-Jumper Michi sieht man auch immer weniger, der Rest liegt auf dem seichten Level tosender Mitklatsch-Sendungen wie „Musikanten-Stadl“ oder „Heissa, die Musi kommt!“

Mein Gott, wenn sauer wirklich lustig machen sollte, dann haben wir es mittlerweile mit lauter zuckergeschwängerten Diabetikern zu tun, die ihre Texte wie in der Gähn-Runde „Genial daneben“ unter Vorsitz des rundum gebiss-sanierten weil betagten Hugo Egon Balder so ganz spontan vom Script ablesen und sich in einer linkischen Manier die Bälle zuspielen, dass man denken muss, man sei in einem zwanglosen Unterhaltungsprogramm des DDR-Fernsehens gelandet!

Die Gruft des Deutschen Humors wird immer grösser, man hat die Hoffnung auf wahre Lacher und Kracher fast schon aufgegeben – da kommt am 23. Januar diesen Jahres zum ersten Mal „Neues aus der Anstalt“ mit Georg Schramm und Urban Priol im ZDF. Sehr treffend sagt die Süddeutsche Zeitung: „Tagesaktuelle Satire von den besten Kabarettisten des Landes, umgesetzt in federleicht spielerische Form.“ Kann ich nur bejahen.

Alle bisher ausgestrahlten 9 Folgen kann man sich auch im Netz anschauen oder sogar als Podcast downloaden! Einfach mal reinklicken:

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Mercedes Geländewagen

Wen die Frage quält, was die vielen Geländewagen auf deutschen Autobahnen suchen, sei hiermit vom Rätseln erlöst …

Schäuble: Rente mit 70 …

Ich fordere: Stabhochsprung für Rollstuhlfahrer als sportliche Pflichtdisziplin zukünftiger Paralympischen Spiele!!!

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Politischer Querschläger
Dr. Wolfgang Schäuble

Man glaubt, er hat nun endlich genügend wirre Vorschläge gemacht, aber scheinbar ist das Mass an surrealistischen Vorschlägen zum Gemeinwohl unserer Republik noch immer nicht voll.

Ich wäre beinahe mit 160 in die Leitplanke gebrettert, als im Radio Schäubles erneute Attacke auf die eh schon hinreichend in Mitleidenschaft gezogene Volksseele angekündigt wurde: Rente erst mit 70!

Wie lang muss es her sein, dass sich Wolfgang Schäuble einmal mit dem einfachen Nachbar von nebenan unterhalten hat? Ich meine den, der seit 40 Jahren Schicht schiebt, vielleicht auch noch unter Tage? Oder mit einem Pädagogen, dessen Nervenkostüm und seelisches Heil sich vor Jahren schon im zarten Alter von 45 gänzlich verabschiedet hat? Arbeiten bis 70???

Ach so, ganz vergessen: solche Menschen zählen mit Sicherheit nicht zu Schäubles Nachbarn. Es sind eher die, die – wie er selbst – bereits nach ein paar Jährchen vollen wie fürstlichen Rentenanspruch besitzen, ohne jemals in diese Kasse auch nur einen Heller einbezahlt zu haben, sich in ihrem Selbstbedienungsladen alle Jahre wieder zwischen 9 und 14% Erhöhung ihrer Bezüge – die ausgerechnet als Diäten verklausiliert werden – gönnen und sich immer wieder darauf berufen, dass ihr selbstloser Einsatz nur dem Allgemeinwohl gewidmet sei …

Arbeiten bis 70? Schon mal daran gedacht, werter Herr Bundesminister des Innern, wer das in unserer heutigen Zeit – geprägt durch unerbittliche Beanspruchung von Mensch und Material – eigentlich noch imstande ist körperlich zu leisten?
Schon mal daran gedacht, Herr Dr., wie bei Rente mit 70 die Krankenstand-Quote im Bundesland in die Höhe katapultiert?
Schon mal daran gedacht, lieber Herr Schäuble, wer das bei leeren Kranken-Kassen noch bezahlen soll?

Rente mit 70 – ein weiterer Beweis für jeglichen Realitätsverlust, der bereits schon mit der Vorstufe „Rente mit 67“ den berechtigten Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit unserer Volksvertreter aufkommen und auf ein erschreckend defizitäres Wahrnehmungsvervögen wie auch Verantwortungsbewußtsein zurückschliessen liess.

So kann wirklich nur einer – bislang leider ungestraft – sprechen, der den Bezug zur Realität gänzlich verloren hat!

Nicht, dass ich im folgenden nun in den Verdacht gerate, ich wäre ein schamloser Zyniker, der sich über Rollstuhlfahrer lustig mache! Nein, aber Schäubles politische Querschläge fordern zur Verdeutlichung der Tragweite seiner Hirngespinste geradezu den Vergleich heraus, wenn ich fordere, dass in Zukunft Stabhochsprung der Rollstuhlfahrer zur Pflichtdisziplin der Paralympischen Spiele werden muss!

Und nicht zu vergessen: Rollstuhl tieferlegen, nicht etwa zur Verringerung des cw-Wertes (Strömungswiderstandskoeffizient), sondern zur präventiven Einschränkung der Möglichkeit, weiterhin von oben herab so dreist auf den Bürger zu spucken.

Lieber Herr Bundesinnenminister, geben Sie dem Chauffeur mit Ihrem gepanzerten Benz 500 doch frei und spielen Sie einfach mal Geisterfahrer: mit Ihrem Rollstuhl gleich auf die Überholspur. Allein der Fahrtwind (des Gegenverkehrs!) wird sie sprachlos machen – so wie der Bürger durch die Verbreitung ihrer schwachsinnigen, unüberlegten Geistesblitze paralisiert wird. Die Aussicht auf Ihr (politisches) Überleben auf der Überholspur wird genauso gegen Null streben wie die des einfachen Steuerzahlers – sollte Ihr Ansinnen wider Erwarten und gegen jede Vernunft realisiert werden!

Ich freue mich heute schon auf die einschlägige Kommentierung durch Urban Priol in seiner ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“

Schäuble, einfach mal die Fresse halten! Nimm – wie Dein bedauernswerter Attentäter von 1990 – den direkten Weg in die forensische Psychiatrie. Oder vielleicht doch lieber ab um die Ecke ins Halt-die-Schnauze-Pflegeheim mit idyllischer Aussicht auf heimische Armenviertel? 😉

Geister(fahrer)trucks …

Es ist unvorstellbar, was einem auf der Autobahn entgegenkommen kann. Todbringende Idiotie – ohne Filmdokumentation schier unglaublich …